Rollen die wir spielen

Manchmal stellt man fest, das man ein Problem mit jemandem hat. Und bei näherem betrachten wird plötzlich klar, das es nicht dieser jemand ist. Sondern es wirkt, als würde eine andere Person aus diesem Menschen zu dir sprechen. Als würde diese andere Person versuchen sich deiner zu bemächtigen und sich als ein geliebter Mensch vor dir verkleiden, damit du ihm Einlass gewähren mögest. Natürlich ist das nur eine Metapher.

Wir verkleiden uns immer wieder in anderen Formen vor unseren Mitmenschen.
Wir sind manchmal nicht authentisch und manchmal Spielball unserer Vorstellungen. Und dann hilft es einen Schritt zurück zu treten und vielleicht kannst du dann sehen, das um dich herum etwas ganz anderes am Werk ist als nur deine Vorstellung, sondern eine Rolle.
Und das du dich davon lösen kannst ganz ohne die betroffene Person davon zu behelligen. Denn wenn sie sich vor dir als Richter verkleidet hat, dann hast du sie zu deinem Richter gemacht und wenn er sich als der Verfolger verkleidet, der dich daran hindern möchte voran zu kommen, dann hast du auch ihn dazu gemacht. Er sagt: „Ich habe dich mit einem Zauber belegt, denn du gehörst mir“ Und wenn du das einmal erkennst, dann kannst du jederzeit sagen: „Behalt deinen Zauber für dich, ich gehöre nur mir selbst.“

Welche Rollen nehmen für dich deine Herausforderer an? Und welche Rollen kannst du erkennen? Kannst du ihnen dann sagen, sie sollen bleiben wo der Pfeffer wächst? Und wenn nicht, wieso möchtest du sie behalten. Wofür brauchst du sie noch?

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