Vorteile im Hier und Jetzt zu sein

Manchmal fühlt man sich energielos. O ja, ich habe jede Menge Energie, die die mich kennen, wissen das. Kennst du das, du fühlst dich leer, energielos oder orientierungslos?
Die Leere die du vielleicht fühlst ist eigentlich nicht wirklich immer eine Leere sondern das Gegenteil. Warum? Fragst du dich jetzt vielleicht?

Wie oft bist du am Tag eigentlich im Hier und Jetzt. Wie oft habe ich von mir gehört, ich bin nicht anwesend. Auch wenn ich das Hier und Jetzt sehr schätze und immer wieder gerne darauf zurück komme, Ich bin oft nicht anwesend nicht im Hier und Jetzt. Ich liebe es zu träumen. Es scheint manchmal so viel angenehmer als im „öden“ Hier und Jetzt zu sein. Das ist auch angenehmer, als sich überhaupt mit dem auseinander zu setzen, was mir gerade an meinem „Jetzt“ nicht sonderlich gefällt. Oder vielleicht ist es sogar etwas, das mir eigentlich gut tut, aber ich lasse mich von meinen Gedanken verführen und drifte ab in Träumereien.
All das ist manchmal so furchtbar spannend. Aber was verliere ich durch das einsaugen lassen in Träume, Pflichten und Gedanken an das was kommt?

****Was habe ich davon, im Jetzt zu sein?****

Was verliere ich?
Ich verliere die Möglichkeit in dem jetzigen Moment etwas zu erfahren.
Ich verliere Bewusstheit über das, was in mir vor sich geht. Warum ist das wichtig magst du dich vielleicht fragen. Vergleiche es mit einer Fahrt in einem Boot. Bewusstheit ist das Ruder, mit dem wir unsere Energie bewusst steuern können. Unbewusstheit wirkt auf dich als würdest du deine Energie überall verteilen und gleichzeitig gaukelst du dir vor, keine Kontrolle über den Strom deiner Energie und dein Boot zu haben.
Ich zerstreue mich selbst, meine Energie, und es ist als würde ich mich mental zumüllen mit allem was da so mein Verstand auswirft. Er generiert ständig neue Berge an Bildern und doch keine neuen Erkenntnisse für die Seele.

Und irgendwann merkst du plötzlich, das du garnicht bei dir bist. Das du dich energielos fühlst und das du völlig zerstreut alles mögliche vergisst.
Du vergisst wo du beim eintreten in die Wohnung deinen Schlüssel hingelegt hast, weil du garnicht wirklich anwesend warst. Dein Körper ist gelaufen. Völlig automatisiert hast du deinen Schlüssel irgendwo abgelegt.
Und irgendwann, wenn dich der Verstand genug eingelullt hat mit seinen Geschichten und Bildern, ergreift dich eine innere Leere –
ja die Leere, die ich am Anfang als das Gegenteil bezeichnet habe. Denn in Wahrheit bist du „voll“ mit mentalen Zeitschriften des Verstandes, die rein garnichts mit deiner Seele zu tun haben mögen und du merkst, das du eigentlich garnicht weißt, wo du hingehst und wo du hergekommen bist. Und alles das blos, weil die Träumereien einfach so schön verlockend waren oder weil du deine Pflichten zu deinem Tages- und Nachtprogramm erhoben hast, die all deine Gedanken ausgefüllt zu haben scheinen. Sie füllen dich aus, aber sie erfüllen dich nicht. Sie sind eigentlich eine leere Angelegenheit, denn sie haben scheinbar keinen wirklichen seelischen Nährwert. Sie stressen dich, sie halten dich in Anspannung, aber sie bewirken nicht, das du seelisch wachsen kannst und tragen auch nicht zu deiner Balance bei. Statt dessen verpulverst du völlig sinnfrei deine ganze Energie in das Morgen und Gestern….

Darum wünsche ich mir mehr vom Jetzt…. Weniger Fülle von Gedanken-Müll und mehr innere Stille, um die wahre Fülle des Jetzt für die Seele, das Seelenfutter sozusagen, zu erleben.
Wir sind in einem ständigen Fluss aus Ereignissen, in dem wir manchmal treiben wie ein Stück Holz ohne Bewusstheit zu erlangen.
Balance ist etwas, das du immer wieder finden kannst.
Immer wieder neu erleben, wenn du einen Weg in den Moment findest. Das ist es was ich gerne mit dir teile. Der Moment, das Jetzt, die Faszination deiner Seele, neue Farben in dir zu entdecken, die du garnicht gesehen hättest, wenn du nicht einen Moment inne gehalten hättest und in dich geschaut hättest. JETZT nicht im gestern, nicht im Morgen, JETZT scheint draussen vor meinem Fenster die Sonne. Eine kleine Blume auf meinem Schreibtisch hebt und senkt in lustiger Wippform ihre künstlichen Blätter und es herrscht absolute Stille im Raum. Gestern war wild. Nachher vielleicht auch. Aber jetzt, bin ich hier! :😘

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Wenn Eltern nicht so sind, wie die Kinder es erwarten

Du erwartest das sie dich schützen, das sie an deiner Seite stehen, mit dir gehen.

Dein Sein unterstützen und dich lieben. Aber was ist, wenn sie dich verletzen. Wenn sie dir zeigen, das sie dich nicht so lieben können, wie du dir das wünschst. Wenn du feststellst, das sie dich kleinreden, dir wehtun, misshandeln in Wort oder Tat? Auch sie waren einmal Kinder. Auch sie wurden verletzt und auch sie können nur das weitergeben, was sie in sich tragen so wie du. Sie sind nicht schlauer oder besser, sie sind nur vor dir schon dagewesen.

An irgendeinem Punkt kommst du da hin wo du wütend bist, weil sie so gehandelt haben wie sie eben sind. Weil sie sich scheinbar nicht geschert haben, um das Herz das in den Boden getrampelt wurde durch unbedachte Worte, Taten oder Gewalt. Und es einfach nicht sehen oder sehen wollen oder sehen können. Du fühlst dich nicht gesehen.

Dich verfolgen die Erinnerungen, wo sie dir immer wieder gesagt haben, das du falsch bist und nichts kannst. Und du begegnest diesem innerlichen Loch immer wieder. Du bist traurig, das sie nicht bei dir stehen, wo sie das doch sollten! Du kommst an einen Punkt wo du traurig bist, das sie dich nicht lieben wie es deiner Meinung nach sein sollte oder dir nie Liebe gezeigt haben.

Und wenn du dir gestattest genau hinzuschauen, dann kommt der Moment, wo du vielleicht erkennen magst, das du dich an Streit und Zwietracht von deinen Eltern festhältst, damit du überhaupt etwas von ihnen hast.
Nach dem Motto, wenn ich auch das loslasse, dann habe ich nichts von ihnen.

Doch. Das Leben haben sie dir gegeben. Und was für eine Achterbahnfahrt war das gewesen! Wahnsinn! Aber du hast es bis hierher geschafft! Gratuliere!

Und so ist es Zeit, dich nicht mehr als Opfer sehen zu wollen, sondern deine Täter und auch deine Sicht als Opfer ziehen zu lassen. Die Steine hinter dir zu lassen, die du vor deinen Füßen aufgestapelt hast.
Deine Kraft zu dir zu holen und dir das zurückzunehmen, was du ihnen an Kraft übergeben hast. Mach was draus!
Jeden Tag, jeden Moment hast du zur Verfügung dich zu bewegen. Deine Seele zu bewegen, zu erreichen, zu erleuchten. Es ist so wichtig zu lernen loszulassen.
Loslassen bedeutet nicht vergessen. Es bedeutet in den Frieden zu gehen, mit dem was geschehen ist.

Denn ohne loslassen, holt dich das was gestern war, immer wieder ein.

 

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Aside

So bescheiden manche Situation erscheinen mag, du sparst viel Kraft, wenn du erstmal akzeptierst, wie sie gerade ist.
Dazu gehören auch deine Gefühle.
Manchmal ist nicht so leicht, nicht in ihnen zu verharren sondern sie fließen zu lassen, wie ein Fluss der dich durchströmt.

Es ist eine Herausforderung, im Moment zu bleiben und bewusst atmen, statt in den Bildern des Verstandes und deinem eigenen Druck zu versinken. Aber es ist möglich.

 

Es ist nicht wichtig, wie oft du weg gehst. Es ist nur wichtig immer wieder ins Jetzt zu kommen.

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Warum tragen wir Masken?

Von der absoluten Liebe und Offenheit die man fühlen kann

Schon in der ersten Klasse ist mir aufgefallen, das es Kinder gab, die versuchten den anderen etwas vorzumachen. Und schon damals war für mich klar, das dieser Versuch sich vor dem was andere über mich denken könnten zu schützen, nur darin endete Streit und Zwist heraufzubeschwören und uns voneinander fern zu halten. Nahezu jeder Mensch in unserer Gesellschaft läuft im Alltagsgeschehen mit irgendeiner Form von Maske durch die Gegend. Wir begegnen einander und jeder ist in seiner eigenen kleinen Welt gefangen. Gefangen in dem, was er gestern erlebt hat. Eben gerade, vielleicht aber auch vor vielen Jahren. Es hat ihn geprägt und vielleicht ist es jetzt gerade in diesem Moment besonders präsent. Auch du hast eine Geschichte. Eine Erfahrung, eine Stimmung, die du jetzt gerade in diesem Moment erlebst und bestimmt ist nicht immer deine Stimmung der reinste Sonnenschein. Wer könnte schon ständig die ganze Welt umarmen?

Gestern beobachtete ich drei Kinder. Zwei ältere und ein jüngeres Mädchen spielten auf zwei großen Schaukeln. Die kleine wollte mit den anderen beiden zusammen sein. Aber die beiden größeren Mädchen machten ein Spiel der Macht daraus. Sie rannten auf eine der großen Schaukel. Das kleine Mädchen war noch im Haus und kam ihnen hinterher gelaufen. Da sagte die eine zur anderen in einem verschworenen Tonfall: „Achtung da kommt sie.“ Die Kleine wollte auch auf die große Schaukel, auf der noch hinreichend Platz war. Aber die beiden großen Mädels versperrten ihr den Weg. Da fing sie enttäuscht an zu weinen und eine der beiden sagte in einem überlegenen Tonfall: „Also gut, dann komm doch drauf.“

Kaum saß die Kleine, verabredeten sich die beiden und eine sagte in gespielter Überheblichkeit:“Ach lass uns da drüben auf die andere Schaukel gehen.“ Sie sprangen herunter und stiegen auf die andere Schaukel. Die Kleine schaute ihnen verletzt nach, während die anderen beiden sie von oben herab triumphierend betrachteten.

Da fragte ich eines der Mädchen, ob ihr das nicht weh tun würde, wenn sie an der Stelle säße wo die Kleine ist. Da drehten die beiden den Kopf zu mir und sagten: „Wieso? Sie kann doch mitmachen.“ „Na ja, ihr lasst sie ja nicht wirklich dabei sein.“, meinte ich. Ich spürte wie sie für einen Moment nachfühlten und dann drehte sich eines der Mädchen zu der Kleinen und fragte sie ob sie zu ihnen auf die Schaukel käme.

Wir haben gelernt uns zu verstecken. Verstecken vor denen, die uns verletzen. Aber auch um uns vermeintlich stark und beschützt zu fühlen,wie in einer Rüstung. Und oft bleibt das verbundensein – das mitfühlen – dabei auf der Strecke. Wir verstecken uns vor jenen die urteilen über dich, aber auch vor denen, die uns scheinbar überlegen sind. Manchmal urteilst du auch selbst über dich. Und manchmal sind wir zu uns selbst alles andere als nett. All dieses Versteckspiel empfinde ich als bedrückend. Bestimmt empfindet das nicht jeder so, denn man tut es ja ständig. Aber aus diesen unterdrückten  Seiten entstehen Zwänge. Sei es, das du betont höflich bist, damit jeder dich gern hat und du dann auf Anlässe gehen musst um dieses falsche Bild aufrecht zu erhalten. Das du anderen zuhörst, ihre Lasten trägst, weil du glaubst sie würden sich sonst von dir abwenden. Zwänge eben, die mir das Leben so richtig schwer machen.Dabei könnte es doch viel leichter sein wenn du Mut hast zu dir zu stehen. Wenn du einen Teil deiner Selbst versteckst, verdeckst du einen Teil des Lichtes das du ausstrahlen könntest und opferst dein wunderbares Licht dem „Das muss so sein“. Denn du bist so wie jeder unter uns einzigartig. Ein absolutes Unikat. Selbst eineiige Zwillinge sind bei all ihrer Einheit doch zwei Individuen.

Mein Lebensmotto ist offen sein. Nichts verstecken, nichts beschönigen. Einfach so sein wie du gerade bist. Authentisch. Ich empfinde Masken schon immer als anstrengend. Ich habe zu oft beobachtet, wie daraus Konflikte entstehen, die völlig unnötig sind. Sie tragen dazu bei, das der eine den anderen nicht versteht. Das man etwas in jemanden hineininterpretiert, das dieser gar nicht meint oder sich ausgenutzt fühlt. Wenn du traurig bist, dann weine. Wenn du nicht weinen kannst, dann sei offen. Trauer ist für manchen nur schwer zu vertragen. Aber sie gehört genauso zum Leben wie die Freude. Und auch sie muss ihren Ausgang finden. Und wer das nicht sehen will, muss das Weite suchen.

Wir reissen uns zusammen, um zu funktionieren. Um andere nicht in ihrem Sein zu stören. Wir halten die Ohren steif… so sagt man. Aber eigentlich ist es nicht nur das Gesicht, das völlig dabei einfriert. Ein bisschen friere ich selber dabei ein. Und ich finde es macht das Leid noch schlimmer dadurch.

„Wie geht es dir ?“ So beginnt häufig eine Begrüßung. Eigentlich ist mit dieser Begrüßung eine Kontaktaufnahme gemeint. Aber viele wollen garnicht wirklich den Kontakt. Sie bleiben an der Oberfläche. Sie wollen nicht dein wirkliches Gesicht sehen. Sie wollen eine Maske sehen. Denn wenn du ihnen offen zeigst wie es wirklich in dir aussieht, reagieren sie manchmal zurückhaltend. Vielleicht wird ihnen dann bewusst, das sie es eigentlich garnicht wissen wollten. Es erinnert sie daran, das auch sie hinter ihrer Maske ein wirkliches Leben haben, das nicht so leer und hohl ist wie das Bild das sie nach aussen tragen. Das sie garnicht wirklich Kontakt mit dir wollen, sondern aus ihren ganz eigenen Motiven heraus nur gesehen werden wollen und unbeabsichtig auch ohne dich – dein wahres Selbst – wirklich sehen zu wollen.

Es ist so wunderschön wenn ich Menschen treffe, die offen sind. Wenn jeder nach seinem besten können authentisch ist. Jeder sofort fühlt, wann es genug ist. Wenn du daran Spaß hast und Witze machen kannst und in dieser kindlichen Freude über die seltsamsten Dinge lachen kannst wie kleine Kinder. Und niemand stellt sich über den anderen. Allein die Freude darüber so zu sein und so offen zu sein, ist wie ein kleines Feuerwerk. Jeder nimmt für sich aus einer solchen Begegnung etwas anderes mit. Manchmal sind die Menschen nicht bereit dafür. Sie halten ihre Maske für notwendig. Vielleicht glauben sie, sie sind so hässlich, das es besser ist, wenn nicht jeder ihre Fehler sieht. Aber wir alle haben Fehler. Wir alle haben unsere Erfahrungen gemacht und es gibt so viele verletzte unter uns, das eine Maske uns wirklich einsam macht. Je mehr man sich gegenseitig öffnet, desto ehrlicher und tiefgreifender wird das, was zwischen uns Menschen entsteht.

Zu Offenheit gehört auch seine eigenen Grenzen zu wahren. Das ist nicht immer leicht. Es ist legitim sich zu schützen. Nicht jeder verdient dein Vertrauen. Dennoch, zwischen Schutz vor Verletzung und Darstellung falscher Tatsachen liegen Welten. Dich als jemand darzustellen, der du nicht bist, verbraucht Unmengen an Energie. Es macht das Leben unnötig kompliziert.

Es gibt allerlei Schulfächer, aber das Schulfach, das uns lehrt mit unseren Mitmenschen zusammen zu kommen, offen miteinander zu sein, einander zuzuhören, zu fühlen was der andere fühlt. Dieses Schulfach gibt es nicht. Es gibt eine manchmal verbreitete Ansicht, das uns das weich macht. Verletzlich, wo man doch die Zähne zusammenbeissen soll und darüber stehen soll. Das andere einen Vorteil daraus schlagen könnten und dich hintergehen.  Aber das ist es was erst richtig Schaden in der Seele anrichtet, das macht uns innerlich einsam.

Am Ende des Tages hat nur das Bestand, was wirklich und wahrhaftig ist und diese wahrhaftigen Begegnungen sind es, die dir den größten Vorteil bringen. Im ungezwungenen offenen Geben und Nehmen liegt die wahre Magie, ungeahnte Höhen zu erreichen.

Lass los und sei frei im Herz.

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Selbverständlichkeiten

Selbverständlichkeiten sind nicht durch Gewalt und Verurteilung einforderbar. Denn diese unterlaufen alles, was wir als Wert ansehen mögen.

Verurteilung ist Gift in jeder Beziehung.

Respekt ist unerlässlich. Für jeden Menschen sind Selbverständlichkeiten etwas anderes. Sie sind kultur-, gemeinschafts-, familienabhängig oder gar sehr individuell, so wie es keine einheitlichen Werte und Ziele unter den Menschen gibt. Und es gibt immer mindestens eine andere Perspektive.

Respekt bedeutet das andere Sein akzeptieren. Meine Grenzen sind nicht deine Grenzen. Respekt bedeutet die Grenzen des anderen achten.

Akzeptanz ist nicht gleichzusetzen mit annehmen. Es muss mir nicht gefallen, was der andere tut. Nicht zu bewerten ist eine Form des Sein lassens.
Es ist wie es ist. Da ist kein bewerten, keine Verurteilung. Niemand kann in den Schuhen des anderen gehen.

Und anders als mancher gerne annehmen mag, ist eine Selbverständlichkeit nur in deinen Augen selbverständlich. Möglicherweise befindest du dich sogar in einer Gruppe von Menschen, die nach den selben Selbverständlichkeiten leben. Das bedeutet jedoch nicht, das es für jeden eine Selbverständlichkeit ist. Oder das jeder deine Selbverständlichkeit für sich selbst übernehmen muss, kann oder will. Deine Selbverständlichkeit ist kein Gesetz. Es ist etwas, das der andere annehmen kann oder auch nicht.

Jeder lebt in seiner eignen kleinen Welt. Wenn du still vor dich hin brodelst, weil jemand deine Selbverständlichkeit nicht lebt, dann stellst du dich über ihn.

Ist es nicht viel besser, wenn du ihn aus einer neutralen Position heraus darauf aufmerksam machst, was du brauchst, bevor du dir ein Bild von deinen Selbverständlichkeiten malst, mit dem du ihn bewerfen kannst?

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Rollen die wir spielen

Manchmal stellt man fest, das man ein Problem mit jemandem hat. Und bei näherem betrachten wird plötzlich klar, das es nicht dieser jemand ist. Sondern es wirkt, als würde eine andere Person aus diesem Menschen zu dir sprechen. Als würde diese andere Person versuchen sich deiner zu bemächtigen und sich als ein geliebter Mensch vor dir verkleiden, damit du ihm Einlass gewähren mögest. Natürlich ist das nur eine Metapher.

Wir verkleiden uns immer wieder in anderen Formen vor unseren Mitmenschen.
Wir sind manchmal nicht authentisch und manchmal Spielball unserer Vorstellungen. Und dann hilft es einen Schritt zurück zu treten und vielleicht kannst du dann sehen, das um dich herum etwas ganz anderes am Werk ist als nur deine Vorstellung, sondern eine Rolle.
Und das du dich davon lösen kannst ganz ohne die betroffene Person davon zu behelligen. Denn wenn sie sich vor dir als Richter verkleidet hat, dann hast du sie zu deinem Richter gemacht und wenn er sich als der Verfolger verkleidet, der dich daran hindern möchte voran zu kommen, dann hast du auch ihn dazu gemacht. Er sagt: „Ich habe dich mit einem Zauber belegt, denn du gehörst mir“ Und wenn du das einmal erkennst, dann kannst du jederzeit sagen: „Behalt deinen Zauber für dich, ich gehöre nur mir selbst.“

Welche Rollen nehmen für dich deine Herausforderer an? Und welche Rollen kannst du erkennen? Kannst du ihnen dann sagen, sie sollen bleiben wo der Pfeffer wächst? Und wenn nicht, wieso möchtest du sie behalten. Wofür brauchst du sie noch?

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Warum innere Realität so wichtig ist, wie äussere Realität

Wir wachsen auf in einer Konzentration auf das wir lernen um zu überleben. Wir lernen das ein guter Beruf wichtig ist, gute Ausbildung und eine Familie mit Kindern ist für manch einen das Idealbild. Unter normalen Umständen sind wir von Gesellschaft abhängig. Lieben und der Wunsch geliebt zu werden ist häufig etwas, das hinter den seltsamsten Lebenskonstellationen verborgen liegt.
Als äussere Realität bezeichne ich unser Leben im Aussen.
Wer bist du? Deine Arbeit, dein Titel, deine Lebensaufgabe, deine Hobbies?
Das was deine Eltern, deine Umgebung von dir hält?
Jeder von uns hat Werte und Glaubenssätze nach denen er lebt. Manchmal stehen diese Werte in Gegensatz zu einander und verursachen innere Konflikte.
Ein ewiger Kampf der Kraft kostet. Wir sind uns dieser Kämpfe nicht immer bewusst und manchmal weiß man einfach nicht, wie man aus dem Rad heraus kommen soll.
Wir werden verletzt und manchmal wissen wir nicht, wie wir mit der Verletzung umgehen sollen.
Wir lenken uns davon ab, manchmal ist die einzige Strategie mit dieser Verletzung umzugehen, sich von ihr abzuwenden und zu begraben. Nach einer Weile verschwindet der Schmerz scheinbar. Aber eigentlich hat sich nur eine Patina gebildet, die uns glauben lässt, die Verletzung sei besser geworden.
Eine Verletzung bleibt so lange bestehen, bis wir den Grund der Verletzung in uns aufgelöst haben.
Diese Auflösung ist jedoch eher selten bis zum letzten der Fall.  Und so bildet sich Patina um Patina und der Weg zu unseren Gefühlen wird immer dicker bis manche völlig vergessen haben, wie sich ihr Herz eigentlich anfühlt und sie fast nurnoch im Verstand leben.
Meistens endet es einfach darin, das der Vorwurf stehen bleibt. Der hat mir das angetan. Ich habe diesen Menschen verloren.
Für mich war es sehr wichtig zu erkennen, das jeder fehlbar ist und nicht immer in Böswilligkeit handelt. Jeder steht seinem eigenen Spiegel gegenüber und es ist nicht leicht, seinem eigenen Spiegelbild immer wohlwollend entgegen zu sehen. Für mich liegt der Weg zur Heilung darin zu erkennen, was wirklich Auslöser des Schmerzes ist. Zu erkennen, das die Selbstachtung, Respekt die ich mir selbst nicht zugestehe, eben in einer Selbstverletzung mündet. Das sie darin mündet, das ich im Aussen immer wieder fehlender Achtung und Respekt begegne.
Und deshalb ist es für mich so wichtig, auf die innere Realität zu achten. Denn sie ist der Kompass, der uns ins wanken bringt, der uns verletzt oder auch stark macht. Wer du bist, bestimmt letztendlich nicht nur dein inneres Glaubens- und Wertesystem. Denn das Glaubenssystem ist nicht immer im Einklang mit deiner Seele. Die Differenzen daraus, sind der Kern des Selbst. Alles andere sind leere Hülsen.

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5 Dinge die du tun kannst, wenn du dich ausgebrannt fühlst

Fühlst du dich leer und gefühllos?

Auch ich war einmal an so einem Punkt und es ist nicht das Ende der Fahnenstange. Jeder kann etwas für sich tun.


Nicht das ich eine besonders schreckliche Kindheit hatte. Ganz und garnicht! Vieles geschah nicht aus Absicht, aber aus Unwissenheit, Unachtsamkeit des Umfeldes und auch weil ich nie gelernt hatte, was ich denn mit den seelischen Verletzungen tun könnte, das es wieder heilt. 


Wenn du auf die Knie fällst, repariert sich der Körper. Aber was ist mit den seelischen Wunden? Sie sind unsichtbar und doch genauso wichtig. 


Ich bin von mir weg gerückt. Ich hatte mich an diese Gefühllosigkeit gewöhnt, an das „nicht in mir sein“, an das „aus meiner Präsenz fallen“, an die Tag-Träumereien.

Ich hatte mich daran gewöhnt, irgendwelche Richtlinien zu leben, die ich übernommen hatte.
Frei nach der Regel: „Das macht man eben so“

Wie also habe ich den Weg zurück gefunden?
Es gibt keine kurze Antwort. Wenn du dich noch nie mit dir selbst auseinander gesetzt hast, und anfängst deine Leichen im Keller anzuschauen, dauert das eben seine Zeit. Aber wenn nicht jetzt anfangen, wann dann?! Mit etwas Beharrlichkeit und Geduld mit dir selbst sind die folgenden Punkte auf jeden Fall von Bedeutung.  

 

  1. Achtsamkeit –  baue eine Bewusstheit dir, deinen Gefühlen und deinem Körper gegenüber auf. Lebe in Bewusstheit gegenüber deinen Empfindungen und Entscheidungen. Besonders Entscheidungen, die dir nicht entsprechen, stehen oft in Konflikt mit deinem wahren Selbst. Sie rauben dir Kraft, weil dein authentisches Selbst es eigentlich ablehnt und gleichzeitig rückst du von dir weg. Wer sich zur Angewohnheit gemacht hat, über seine eigenen Signale immer wieder hinweg zu gehen, wird dies als Anspruchsvoll empfinden. Du bist sozusagen betriebsblind weil du das alles für normal hältst.

  2. Aufarbeitung von Verletzungen. Wir alle sind an irgendeinem Punkt einmal verletzt worden. Suche einen Weg für dich, deine Verletzungen zu heilen. Oh ja, das geht ! Ob über Seminare oder Achtsamkeitsmeditation, es gibt vielerlei Wege und helfende Hände. Sowas ist eine Aufgabe, die man nicht nur alleine gehen muss. Ob aus Scham oder Moralvorstellung, lass dich nicht von deiner Freiheit abhalten durch diese Dinge! Hol dir Hilfe, wenn du fühlst, das du sie brauchst. Spring über deinen Schatten!

  3. Altes loslassen. Oft tut das am meisten weh, was du nicht akzeptieren kannst. Es schmerzt im Herz oder Magen wenn du nur daran denkst. Akzeptieren ist nicht leicht, aber es ist ein notwendiger Schritt etwas loszulassen, das dir Schmerzen bereitet.

  4. Verzeihe dir. Lerne dich zu lieben! Liebe ist etwas, das man nicht künstlich herstellen kann, aber man kann es pflegen wie eine Pflanze. Wenn du dich hasst, dann machst du dir das Leben schwer. Mach dich nicht zum Opfer. Das nimmt dir Handlungsspielraum. Du gestattest dir mehr Handlungsspielraum, wenn du das Leben als Möglichkeit betrachtest als Seele, als unsterbliches Ganzes über alles hinweg zu wachsen. Es ist niemandem geholfen wenn du dich zerfleischst für das, was du entschieden hast. Du kannst so viel mehr daraus machen, wenn du dich entscheidest, daraus zu wachsen! Lass das was du nicht mehr ändern kannst in eine Erkenntnis wachsen, daß deine Erlebnisse zu irgend etwas gut war im positiven Sinne. Eine Erfahrung aus der du positive Erkenntnisse für dich erleben kannst. Nichts was wir tun, ist nur negativ. Für irgendetwas für dich war es gut. Wahrscheinlich sagst du jetzt, wofür soll das gut gewesen sein? Ich hab vielleicht andere verletzt, andere haben mich verletzt, ich habe mir selbst einen Bärendienst erwiesen.Jedes Verhalten dient uns. Und du wirst erfahren, zu was es gut war, wenn du anfängst danach Ausschau zu halten.

  5. Erlaube dir Emotionen. Gefangen in Extremen zwischen Gefühllosigkeit und Gefühlsausbrüchen stecken wir manchmal fest darin uns zu erlauben zu weinen, zu lachen oder zu schreien. Du kannst nicht immer und ewig den Deckel darauf halten. Es macht dich mürbe und ist ein Teilgrund dafür das du nichts fühlst. Erzähle von dem was dich bedrückt, nutze Filme, Bücher, alles was dich an dein Gefühl heran bringt, um diesem Topf unter Dampf seinen Druck zu nehmen!

Etwas aufzuarbeiten, erfordert Geduld und manchmal auch den Mut, der Wahrheit ins Gesicht zu blicken. Was wir jahrelang in den Keller gesperrt haben, springt nicht auf Anhieb freudestrahlend auf dich zu und sagt, ja hier bin ich, heile mich jetzt-

Hab keine Angst vor dir selbst.

Manchmal braucht es ein wenig Beharrlichkeit oder Unterstützung und vor allem die Beschäftigung mit dir. Es ist wie einen Keller in dem man sein ganzes Gerümpel abgeladen hat. Aufräumen heißt durchgehen.
Du bist nicht allein! Ob Freunde oder Coaches, der Austausch mit Menschen ist ungemein wichtig.

Der heilsame Umgang mit Selbstvorwürfen, starken Emotionen und seelischen Schmerzen

Da ist er! Der e-Fall ist eingetreten und du stehst da mit deinem Weh.
Sei Achtsam und bleibe bewusst, in dem was du fühlst, und atme. Wenn du Schmerzen fühlst, wenn dich eine Emotion gerade tief berührt, fühle sie bewusst aber halte sie nicht fest. Atme Frieden in dein Herz. Atme deine Seele in dein Herz, atme die Verbindung des Universums ein, atme Liebe und Licht ein. Immer dann, wenn du fühlst, das Gefühle und Erinnerungen in dir aufsteigen, mache dir klar, das du nicht die Geschichte bist. Das was passiert ist, ist ein Teil von dir, der verletzt ist. Mache dir bewusst, das du jeden Moment einen anderen Weg wählen kannst, das dieser eine Anteil von dir der in dem Schock steht, etwas von dir braucht. Dadurch trennst du deine Aufmerksamkeit von der Geschichte, die der Verstand darum herum webt.

 

Mach Frieden mit dir.  Ja , das wiederhole ich gerne, denn es ist wichtig und gleichzeitig kann es einem so schwer fallen. 

Hier deshalb ein Satz für dich zum Selbsttest: Du bist einzigartig, ein Unikat und du bist es Wert geliebt zu werden.
Wenn all das was ich hier schreibe dir immer wieder vor Augen führt, das du das so nicht sehen kannst, dann ist dort dein Startpunkt. Jedes dieser Dinge löst ein Gefühl aus. Und hier kommt zur Anwendung, was ich gerade weiter oben ausgeführt habe. Sei Achtsam, verliere dich nicht in dem Gefühl aber sei dir dessen bewusst. Atme dort hinein, dort wo du es fühlst. Wo befindet es sich? Im Magen? Im Herz? Im Kopf? Atme goldenes Licht hinein  und bleibe ganz bei dir für einen Moment. Wenn du dich wertlos fühlst, dann atme genau da hin wo das Gefühl sitzt.

Wiederhole das immer wieder wenn es sich zeigt.

Halte den Schmerz nicht einfach nur aus. Verwandle ihn, indem du bewusst das einatmest, was dieser Schmerz braucht.

Beispiel: Wertlosigkeit – atme Beachtung und Anerkennung ein,

 

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